Zielsetzung

Stoffwechsel e.V. – Dialoge und Projekte zur Förderung des Menschenrechts auf Bildung
wurde Anfang 2008 gegründet. Er ist in Karlsruhe eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Vorläufer des Vereins ist ein Arbeitskreis der GEW. Durch Stoffwechsel e.V. sollen die bereits früher durchgeführten vielfältigen partnerschaftlichen Aktivitäten nach Westafrika stärker auf das kommunale Umfeld konzentriert werden.

Als Ziele des Vereins sind in der Satzung u.a. festgelegt:

Stoffwechsel e.V. – Was wir wollen

Die Vorstellungen, die der Kooperation von Stoffwechsel e.V. und seinen afrikanischen Partnern zugrunde liegen, stützen sich auf drei Pfeiler:

1. Anerkennung und Förderung der kulturellen Vielfalt
2. Stärkung zivilgesellschaftlichen Engagements als Voraussetzung von Rechtssicherheit und Demokratie
3. Solidarischer Austausch und gemeinsames Handeln für ein Bündnis für Bildung.

Ein angemessenes und stimulierendes Umfeld ist wesentlich für den Erwerb, die Entwicklung und den Gebrauch der Kulturtechniken. Freude am Lesen und Schreiben ist der wirksamste Weg zu Bildung. Stoffwechsel e.V. und seine westafrikanischen Partner haben sich gemeinsam vorgenommen Schulen und Bibliotheken in Westafrika zu unterstützen.

Tagungsteilnehmer der Bildungskonferenz in Fada N`Gourma im Januar 2005.

Die Mobilisierung geistiger Ressourcen durch Alphabetisierung und Ausbau von weiterführenden Bildungseinrichtungen, sind unbestritten Voraussetzung einer gelungenen Entwicklung. Alphabetisierung trägt zum sozialen Wandel bei und befähigt Menschen, sich in einer asymmetrischen Welt zu orientieren.

Die Bildungsgewerkschaft SYNTER ist Teil der eng zusammenarbeitenden Zivilgesellschaft Burkina Fasos. So sind auch führende Repräsentanten der Menschenrechtsorganisation MBDHP für die Verbesserung der Bildungssituation in Burkina Faso aktiv. Lehrer und Schüler setzen sich oft gemeinsam für demokratische Anliegen ein. Tagtäglich führen sie auch eine erbitterte Auseinandersetzung mit staatlichen Funktionären, die sich am Schulgeld und auch an materiellen Zuwendungen der Entwicklungshilfe bereichern.

Die Erfahrungen der bisherigen Zusammenarbeit zeigen, dass ein lebhaftes Interesse besteht, die jeweils anderen Arbeits- und Lebensbedingungen kennen zu lernen. Wir ahnen, dass der Zeitpunkt gekommen ist zu verdeutlichen, dass die vorübergehende materielle Armut Afrikas uns seinen erstaunlichen menschlichen und kulturellen Reichtum verdeckt. Burkinische Lehrerinnen entdecken demgegenüber, dass es unser materieller Wohlstand oft erlaubt, darunter liegende Formen menschlicher und geistiger Dürftigkeit zu verbergen.